Im Rahmen des Erzberg Rodeos am 25. Mai 06 ergibt sich die Chance, die HP2 zu testen. Eine Gelegenheit, die man nützen muss, da es nach allen bisherigen Informationen bei den BMW-Händlern nicht möglich ist, eine Maschine zum Probefahren zu erhalten. Hocki und Probsti schwingen sich also auf die 920 mm hohe Sitzbank und erkunden über Stock und Stein den Erzberg.
Das einzig Störende dabei ist der BMW-Instruktor an der Spitze der Gruppe, dem allzu viel daran liegt, die Maschinen wieder im Ganzen zurück zu bringen.
Das hemmt !
aber was soll’s ……
Aufsitzen
920 mm Sitzhöhe klingt viel. Die Auslegung der Dämpfer lässt die HP 2 allerdings tief einsinken, sobald man sich in den Sattel schwingt. Die Fußraster liegen subjektiv ziemlich tief, die Sitzposition ist entspannt.
Los geht’s
Das fällt beim Wegfahren sofort auf: der 2-Zylinder-Boxer reisst gleich von unten weg gewaltig an. Kein Leistungsloch von der Leerlaufdrehzahl bis zum Anschlag. Die HP2 bringt sofort die ganze Kraft auf den Boden. “Maximales Drehmoment 115 Nm bei 5.500 U/min” steht im technischen Datenblatt und das spürt man jederzeit.
Die Testmaschine ist mit Stollenreifen ausgerüstet, weil es ja ins Gelände geht. Die kurze Asphaltstrecke bis dorthin lässt aber eine Ahnung aufkommen, daß die HP 2 mit dem Supermoto-Umbausatz auch auf Asphalt ein ordentliches Spaßgerät ist. Der Umbausatz ist übrigens bei jeder gekauften Maschine gleich mit dabei.
im Gelände
Leichtes Handling, das man der Bayrischen nicht gleich zutraut. Bei den ersten Kurven heisst das Zurückhaltung beim Legen, sonst werden die Kurven enger als geplant. Sobald man das im Griff hat, lassen sich die knapp 200 kg bewegen als ob es ein Moped wäre.
Bericht Probsti:
“Den ersten Gang kann man getrost vergessen. Die HP2 hat genug Kraftreserven um auch im 2. aus geringen Geschwindigkeiten heraus zu beschleunigen. Jeder Zug am Kabel wird gleichmäßig umgesetzt.
Anfängliche Ängste das Monster (im Vergleich zur SuperDuke) im Schotter umzulegen waren nach den ersten paar Runden auf der Endurostrecke etwas verflogen. Etwas Umgewöhnen zum Straßenbike ist schon notwendig, weil man etwas anders bremsen sollte um nicht die Erde zu schmecken.
Als eingefleischter KTM-Fan bin ich von der bajuwarischen Dreckspritze begeistert. Nur: groß ist das Motorrad schon. Als ich mich wieder auf meine Super Duke setzte, denke ich, es sei ein Pocketbike (Aber eh nur kurz).”
Bericht Hocki:
“Eine gewisse Ehrfurcht vor der HP2 schadet vor dem Antritt der Probefahrt auf keinen Fall, denn jede kleinste Bewegung am Gasgriff wird mit purer Gewalt beantwortet.
Es dauert jedoch nicht allzulange und man fühlt sich auf diesem Ding pudelwohl. Die Schotterpassagen Richtung Erzberg lassen schnell erkennen, daß ich von den Profi-Endurofahrern mit meinem Fahrkönnen auf Schotter weit entfernt bin.
Um die Power der HP2 auf den Schotter zu übertragen, bedarf es sicher etwas mehr an Routine, was aber den Fahrspass für mich absolut nicht einschränkt. Am Rundkurs ist die HP2 mit ihrem Gewicht und der immensen Leistung im unteren Drehzahlbereich sehr leicht und amüsant zu bewegen.
Ein Gangwechsel ist sehr selten erforderlich, mit Ausnahme der Trailpassage. Doch gerade hier überrascht das Mottorrad mit auffallend leichtem Handling.
Schade, daß wir die HP2 nicht länger auf Asphalt bewegen können, denn gerade hier dürfte dieses Gerät enorm viel Fahrspass vermitteln.
Fazit: um 40kg leichter, um 40Ps mehr als meine R100 GS-PD sagt eigentlich alles, oder ?????!!!!!!!!! “
Bericht Redaktion:
Hinterher breites Grinsen bei den beiden Testfahrern. Das hat sich eine ganze Zeit lang dort gehalten. Scheint Spaß gemacht zu haben.
( wenn das der HC liest, uije …. )
zitiert:
Probsti: “pfau, geil”
Hocki: “waun i an Lotto-Sechser moch….”
- Handling
- volle Leistung zu jeder Zeit
plus
- der Preis: knapp unter € 20.000,– das ist ziemlich stolz. Aber immerhin ist da auch der Supermoto – Umbausatz schon dabei ….
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