Zum zweiten Mal nach 2005 findet die Königsklasse im Rahmen des Erzberg-Rodeos statt.
So steht es im Programm für den 25. Mai:
“Start direkt am Körnerplatz in Eisenerz
Der neue Race-Event des Erzbergrodeos! Zugelassen sind nur Enduros mit mindestens 2 Zylindern. Jeder Teilnehmer absolviert 2 gezeitete Läufe über die ca. 17,5 km lange Schotterstrecke zum Erzberg-Gipfel. Zwischen den beiden Laufzeiten sollte nicht mehr als 60 Sekunden Differenz sein, denn sonst kassiert der Fahrer zusätzlich 30 Sekunden Zeitstrafe!”
Königsklasse bedeutet heute in der Praxis den großen Vergleichstest 950 Superenduro R gegen HP2 auf der Piste. Vor der beeindruckenden Kulisse des Erzbergs dominieren Orange und Blau/Grau eindeutig das Geschehen. Beide Hersteller sind mit ihren Werksteams und – Fahrern angereist und vor allem mit ganzen Kolonnen der neuen Maschinen.
Das Starterfeld der insgesamt 115 FahrerInnen wird komplettiert von Amateuren ( teilweise auf Straßenmaschinen ). Bei diesen ist von KTM Adventure über African Twin bis R 1100 GS alles an fahrbaren Untersätzen vertreten, was sich auf Schotter bewegen lässt.
ünktlich um 13:00 Uhr geht es endlich los.
Bei Start zeigen die HP 2s beeindruckende Power bereits vom ersten Meter weg. Sattes Boxer-Drehmoment schon im unteren Drehzahlbereich katapuliert die Bayrischen sichtbar dynamischer aus der Startbox als die KTM Superenduro.
Vor allem bei der hochbeinigen 950 Superenduro R mit 925 mm Sitzhöhe ist für kleinere Menschen der Start schon die erste Herausforderung.
Ein Erlebnis ist dann die Startprozedur: Stehen neben dem Motorrad, linker Fuß auf dem Fußraster, Drehzahl hochfahren, Kupplung lösen und dann Aufschwung auf die Maschine (so wie in den guten alten Wildwest-Filmen).
Während die Werks- und Spitzenfahrer sich einfach geradeaus auf die Strecke werfen, sieht das bei einigen der Amateuren schon weniger entspannt aus, wenn sie sich in Schlangenlinien auf den Weg machen. Aus der Perspektive vis-a-vis der Startbox wirkt das manchmal recht bedrohlich, da bekommen wir einiges an wegfliegenden Steinen und aufspritzendem Schlamm mit.
Aber natürlich gilt vor allem für diese Freizeit-Racer: jeder, der das Rennen hier in Angriff nimmt, hat schon gewonnen. Da gehört viel an Mut dazu, den Erzberg bezwingen zu wollen.
Vom Start aus ist uns der Blick auf die Strecke leider nicht möglich. Unsere Blicke folgen sehnsüchtig den Hubschraubern, die einigen der Fahrern folgen.
Es bleibt uns die Hoffnung auf aktionreiche Filmberichte in den nächsten Tagen.
Das Endergebnis bringt dann ein anderes Bild als es der Eindruck beim Start vermuten lässt:
Superenduro auf den Plätzen 1,3 und 4, die beste HP 2 auf Platz 2.
1. Kurt Nicoll (GB/Superenduro) 8:52,27
2. Simo Kirrsi (FIN/HP 2) 8:54,21
3. Cyril Despres (FRA/Superenduro) 9:02,37
4. Giovanni Sala (ITA/Superenduro) 9:08,26
5. Chris Pfeiffer (DE/HP 2) 9:17,90
Die Spitzenfahrer erreichen dabei eine Top-Geschwindigkeit von 175 km/h.
Bester Österreicher ist Klaus Martinjak auf Aprilia RXV 450 mit einer Zeit von 9:39,56 auf dem sensationellen Rang 7.
Und immerhin schaffen es 94 der 115 Gestarteten bis ins Ziel.








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