Motorsport
125ccm WM 2006
Höchst spannenden Motorsport bieten Jahr für Jahr die Piloten der hart umkämpften 125ccm-Klasse. Nicht selten wechselt die Führung bis zur letzten Runde – oder gar Kurve – zwischen mehreren Fahren hin und her.
Trotz dieser hohen Leistungsdichte ist Honda auch in der kleinsten Klasse der Motorrad-WM konstant erfolgreich. 13 Fahrertitel stehen hier bereits zu Buche, darunter auch die der vergangenen drei Jahre. Mit Dirk Raudies, im Jahr 1993 Weltmeister der Kategorie, stammt auch der bisher letzte deutsche Motorradweltmeister aus dem Honda-Lager. Werkseitig engagiert sich Honda in dieser Klasse nicht, die RS125R werden ausschließlich von privaten Teams eingesetzt.
2006 vertrauen elf der eingeschriebenen Fahrer auf dieses zuverlässige Zweitakt-Motorrad, darunter Titelverteidiger Thomas Lüthi aus der Schweiz und sein Teamkollege, die deutsche Nachwuchshoffnung Sandro Cortese. Der niederländische Fußballstar Clarance Seedorf vom AC Mailand setzt zwei Honda für Fabrizio Lai und Michael Conti ein.
Die von den Teams in verschiedenen Spezifikationen eingesetzte Honda RS125R ist ein 71,5-Kilo-Leichtgewicht mit rund 44 PS, das über die Jahre durch ständige Weiterentwicklung gereift ist.
Honda Teams und Fahrer in der 125er-Klasse
Elit Honda
Thomas Lüthi (19 Jahre, Schweiz), Startnummer 1
Sandro Cortese (16, Deutschland), Startnummer 11
Team Scot
Gabor Talmasci (24, Ungarn), Startnummer 14
Lorenzo Baroni (15, Italien), Startnummer 23
Angaia Racing
Jules Cluzel (17, Frankreich), Startnummer 28
Seedorf Racing
Michael Conti (22, Italien), Startnummer 16
Fabrizio Lai (27, Italien), Startnummer 32
Arie Molenaar Racing
Joey Litjens (16, Niederlande), Startnummer 37
Repsol Honda
Bradley Smith (15, Großbritannien), Startnummer 38
Wurth Honda BQR
Aleix Espargaro (16, Spanien), Startnummer 41
FFM Honda Team
Mike de Meglio (18, Frankreich), Startnummer 63
Straßenrennsport 125ccm – Weltmeistertitel
• 1961 Tom Phillis (Australien)
• 1962 Luigi Taveri (Schweiz)
• 1964 Luigi Taveri (Schweiz)
• 1966 Luigi Taveri (Schweiz)
• 1990 Loris Capirossi (Italien)
• 1991 Loris Capirossi (Italien)
• 1993 Dirk Raudies (Deutschland)
• 1995 Haruchika Aoki (Japan)
• 1996 Haruchika Aoki (Japan)
• 1999 Emilio Alzamora (Spanien)
• 2003 Daniel Pedrosa (Spanien)
• 2004 Andrea Dovizioso (Italien)
• 2005 Tom Lüthi (Schweiz)
250er WM 2006
Schon 14 Mal stand ein Honda-Pilot in der 250er-Klasse am Ende der Saison auf der obersten Stufe des Siegerpodestes. 1961 holte Honda in dieser Kategorie seinen ersten Fahrertitel überhaupt. Unter den anschließenden Titelträgern war auch der deutsche Anton “Toni” Mang, der 1987 Punktbester war.
Auch in den beiden letzten Jahren war Honda mit den jeweiligen Titelgewinnen in der Fahrer- und Herstellerwertung überaus erfolgreich. In der Saison 2006 schickt Honda werkseitig vier RS250RW in die 17 Rennen, eingesetzt werden die Motorräder von zwei Teams. Unter den vier Fahrern ist mit Shuei Aoyama auch der mittlerweile dritte Akteur aus 2004 gegründeten Honda Racing Scholarship. Darüber hinaus setzen drei Privat-Teams vier weitere Honda RS250RW ein.
Herzstück der für die Saison 2006 modifizierten RS250RW ist ein flüssigkeitsgekühlter Zweitakt-Motor. Mit seinen über 90 PS verfügt das V2-Zylinder-Triebwerk über eine beeindruckende Literleistung von mehr als 360 PS.
250er-Werkteams
Repsol Honda Team 250
Sebastian Porto (Alter 27, Argentinien), Startnummer 19
Shuhei Aoyama (21, Japan), Startnummer 73
Team Scot
Andrea Dovizioso (19, Italien), Startnummer 34
Yuki Takahashi (21, Japan), Startnummer 55
250er-Privatteams
Arie Molenaar Racing
Arnaud Vincent (31, Frankreich), Startnummer 21
Wurth Honda BQR
Arturo Tizon (21, Spanien), Startnummer 23
Martin Cardenas (24, Kolumbien), Startnummer 36
Stop And Go Racing Team
Jordi Carchano (21, Spanien), Startnummer 24
Straßenrennsport 250ccm – Weltmeistertitel
• 1961 Mike Hailwood (Großbritannien)
• 1962 Jim Redman (Südafrika)
• 1963 Jim Redman (Südafrika)
• 1966 Mike Hailwood (Großbritannien)
• 1967 Mike Hailwood (Großbritannien)
• 1985 Freddie Spencer (USA)
• 1987 Anton Mang (Deutschland)
• 1988 Alfonso Pons (Spanien)
• 1989 Alfonso Pons (Spanien)
• 1991 Luca Cadalora (Italien)
• 1992 Luca Cadalora (Italien)
• 1997 Massimiliano Biaggi (Italien)
• 2001 Daijiro Katoh (Japan)
• 2004 Daniel Pedrosa (Spanien)
MotoGP WM 2006
Mit großem Erfolg engagiert sich Honda in der MotoGP-Klasse, die im Jahr 2002 die 500ccm-Klasse innerhalb der Motorrad-WM als „Königsklasse“ ersetzte. Mit der Umstellung des Reglements sind Viertakt-Prototypen mit bis zu 990 ccm Hubraum erlaubt, die je nach Zylinderanzahl mit unterschiedlichen Gewichten antreten müssen.
Seit Beginn der MotoGP-Ära gewannen Honda-Piloten drei Mal den Fahrertitel. Viertakt-Motoren sind für Honda in der „Königsklasse“ des Motorrad-Straßenrennsports kein Neuland. Bereits 1979 verblüffte der weltgrößte Triebwerkhersteller die Fachwelt mit der NR500. Die Rennmaschine verfügte neben der Viertakt-Technik über ovale Kolben. Auch mit der 2002 eingeführten und seit dem ständig weiterentwickelten RC211V geht Honda einen Sonderweg: In dem 2,05 Meter langen und mindestens 148 Kilogramm wiegenden Prototypen kommt ein im Motorrad-Bereich unüblicher Fünfzylinder zum Einsatz. Das Aggregat leistet über 240 PS. In der Saison 2006 startet Honda mit sechs RC211V, die von vier Teams eingesetzt werden.
Für das HRC-Werksteam Repsol Honda kämpfen der US-Amerikaner Nicky Hayden, der seine vierte Saison in der „Königsklasse“ bestreitet, und Neuzugang Daniel Pedrosa um Punkte und Siege. Der 20 Jahre alte Aufsteiger aus Spanien wechselte als 250er-Doppelweltmeister in die MotoGP-Klasse. Das Ziel von Honda ist es, die Titel in der Fahrer- und Herstellerwertung zu gewinnen. Darüber hinaus beliefert Honda das KR-Team von Ex-Weltmeister Kenny Roberts mit Fünfzylinder-Motoren.
Teams und Fahrer 2006
Repsol Honda
Daniel Pedrosa (Alter 20, Spanien), Startnummer 26
Nicky Hayden (24, USA), Startnummer 69
Fortuna Honda
Toni Elias (22, Spanien), Startnummer 24
Marco Melandri (23, Italien), Startnummer 23
Konica Minolta Honda
Makoto Tamada (29, Japan), Startnummer 6
TeamHonda LCR
Casey Stoner (20, Australien), Startnummer 27
Team Roberts (Motoren-Partner)
Kenny Roberts Jr. (32, USA), Startnummer 10
Straßenrennsport 500ccm/MotoGP – Weltmeistertitel
• 1983 : Freddie Spencer (USA)
• 1985 : Freddie Spencer (USA)
• 1987 : Wayne Gardner (Australien)
• 1989 : Eddie Lawson (USA)
• 1994 : Michael Doohan (Australien)
• 1995 : Michael Doohan (Australien)
• 1996 : Michael Doohan (Australien)
• 1997 : Michael Doohan (Australien)
• 1998 : Michael Doohan (Australien)
• 1999 : Alex Criville (Spanien)
• 2001 : Valentino Rossi (Italien)
• 2002 : Valentino Rossi (Italien)
• 2003 : Valentino Rossi (Italien)
Superbike WM 2006
n der seit 1988 ausgefahrenen Superbike-WM für seriennahe Motorräder bis 1000 ccm belegt Honda in der ewigen Bestenliste mit vier Titelgewinnen Platz zwei. Mit 37 Pole Positions, 276 Podiumsplatzierungen, 86 Siegen auf dem Erfolgskonto startet die japanische Marke in die Superbike-Saison 2006.
2004 öffnete Honda mit der CBR1000RR ein neues Kapitel der Erfolgsstory. 2006 treten fünf “Fireblade” der neuesten Spezifikation an. Das D.F.X. Treme-Team aus Italien setzt zwei der 170-PS-Maschinen für Pierfrancesco „Frankie“ Chili und Michel Fabrizio ein. Für das holländische Ten Kate-Team starten Ex-Weltmeister James Toseland sowie Karl Muggeridge, 2004 Champion in der kleineren Supersport-Klasse.
Auch die fünfte „Fireblade“ ist hochklassik besetzt: Das Klaffi-Team aus Österreich verpflichtete den MotoGP-Star Alex Barros. Der für das niederländische Ten Kate-Team startende Chris Vermeulen feierte mit der brandneuen Maschine nicht weniger als vier Siege in der Debüt-Saison und belegte in der Jahresabschlusstabelle einen herausragenden vierten Platz.
Herzstück der über 300 km/h schnellen Honda CBR1000RR ist ein flüssigkeitsgekühlter Reihenvierzylinder mit 998 Kubikzentimetern. Die über 170 PS des Vierventiltriebwerks haben leichtes Spiel mit der nur 179 Kilo wiegenden Maschine. Die “kleine Schwester” der “Fireblade” ist die über 115 PS starke CBR600RR mit der Honda-Piloten in der Supersport-Klasse um den Titel kämpfen.
Gleich 13 der insgesamt 35 Supersport-Piloten vertrauen auf Honda, darunter auch Titelverteidiger Sébastien Charpentier.
Straßenrennsport Seitenwagen – Weltmeistertitel
• 1998 Steve Webster & David James (Großbritannien) auf LCR-Honda
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