Die Geschichte der berühmtesten Wüstenrallye der Welt

14.08.2005 | Beitrag von Redaktion   

Die Rallye Dakar (früher Rallye Paris-Dakar) ist ein seit 1979 jährlich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragenes Offroad-Motorsportrennen und zweifelsohne die berühmteste Wüstenrallye der Welt. Die Dakar wird in drei Hauptklassen (Motorräder, Autos und LKW) ausgetragen. Das Rennen wird derzeit von einer Tochterfirma der ASO (Amaury Sport Organisation) organisiert, die auch die Tour de France im Radsport veranstaltet.

Charakteristik

Im Gegensatz zu den Rennen der Rallye-Weltmeisterschaft, bei der während eines langen Wochenendes eine Reihe von kurzen Prüfungen gefahren werden, ist die Dakar als Rallye Raid ein echtes Langstreckenrennen, bei denen einzelne Etappen von über 500 km Länge zurückgelegt werden, der Großteil davon auf Wüstenboden. Erschwerend wirkt sich die Tatsache aus, dass die Teilnehmer – mit Ausnahme eines Ruhetags in der Mitte des Rennens – jeden Tag unterwegs sind.

Insbesondere für PrivatfajrerInnen ohne Werksunterstützung oder Mechanikerteam bedeutet dies eine enorme Belastung: Sind die Etappen innerhalb des festgesetzten Zeitlimits bewältigt, müssen die Privatiers ihr Fahrzeug selber reparieren bzw. Verschleißteile wechseln. Wenn diese Fahrer das Ziel erst in der Nacht erreichen, müssen Schlaf und Service also reduziert oder der Start zur nächsten Etappe verschoben werden. Insgesamt beträgt die Ausfallquote bei Motorrädern und Autos deshalb jeweils weit über 50 Prozent.

Die Strecke

Die Rallye fand ihrem ursprünglichen Namen “Paris-Dakar” entsprechend zunächst zwischen dem französischen Paris und dem senegalesischen Dakar statt. Inzwischen variieren die Streckenführung sowie der Start- und Zielort von Jahr zu Jahr.

Die Rallye 2006 führte in 17 Etappen von Lissabon (Portugal) über Spanien, Marokko, West-Sahara, Mauretanien, Mali, Guinea (das erste Mal seit 1996) und Senegal zum Zielort Dakar.

1992 nahm man sich gar eine Woche mehr Zeit und durchquerte ganz Afrika, das Ziel war in Kapstadt. Motorsportlich war diese Route jedoch unbefriedigend, auf den engen Pisten in Zentralafrika konnte kaum überholt werden.


Geschichte

Initiiert und konzipiert wurde die Rallye von dem französischen Motorsportler Thierry Sabine, zum ersten Mal ausgetragen wurde sie 1978. Inspiriert hatte Sabine die Teilnahme an der Rallye Abidjan-Nizza, auf der er sich 1977 mit seinem Motorrad in der libyschen Wüste verirrte. Sabines vielzitiertes Motto „If life gets boring, risk it!“ fand seine Erfüllung, als er selbst am 14. Januar 1986 bei einem Hubschrauberabsturz wegen eines Sandsturmes während der Rallye Paris-Dakar ums Leben kam.

Zu seinen Gedenken wurde ein Hügel, bestanden mit einem kleinen Bäumchen und etwas Buschwerk, in Arbre Thierry Sabine benannt. Ein Gedenkstein und ein dort befindlicher Bildband erinnern an den Unfall (siehe Weblink unten). Durch die große Anzahl von Todesfällen bei Rennfahrern, Zuschauern und im Organisationsteam geriet das Rennen immer wieder in die Schlagzeilen, entwickelte sich aber trotzdem (oder auch deshalb) zu einem der bekanntesten Sportereignisse weltweit.

Die Rallye hat seit ihrem Bestehen 51 Menschenleben gefordert (Stand 2006). Zuletzt starben, bei der Dakar 2006, der australische Motorrad-Pilot Andy Caldecott und zwei junge Zuschauer. Daher wurde die Zeitnehmung am letzten Renntag im Jahr 2006 ausgesetzt.

2008: Nach den tödlichen Terroranschlägen auf Touristen in Nordafrika wird die Rallye 2008, wenige Tage vor dem Start, abegesagt.

12.2.2008, eine handfeste Überraschung: Die Veranstalter der Dakar geben bekannt, dass die Rallye 2009 in Südamerika stattfinden wird




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