Jenseits der Nasenspitze – voraus schauen

11.08.2004 | Beitrag von Redaktion   

Biegt der ein ? Bremst er jetzt ? Was kommt hinter der Kurve ? Was ist das dort vorne auf der Fahrbahn ? Früher sehen ist besser als spät bremsen !

Vorausschauendes Fahren

bezieht sich nicht auf das Schauen direkt vor das Fahrzeug, sondern auf die gesamte, vor einem liegende, einsehbare Strecke. Hindernisse können rechtzeitig wahrgenommen werden und es sind keine hastigen Bewegungen notwendig um diesen auszuweichen. Gefährliche Situationen werden vorhersehbar und Stürze werden verringert.

Steine, Schotter, Sand, Teerstreifen und ähnliches sind Gründe um ein frühzeitiges Ausweichmanöver einzuleiten. Bei Hindernissen auf die ständig der Blick gerichtet ist, ist die Gefahr sehr groß diese zu treffen. Am besten weicht man aus, indem der Blick auf die freie Straße gerichtet wird.

Kurvenreiche Strecken

haben einen besonderen Reiz, wenn man einige Regeln beachtet. Beim Einfahren in die Kurve sollte man den Kurvenausgang im Auge behalten, um den Kurvenverlauf zu erkennen. Eine Hilfe für unübersichtliche Kurven kann ein vorfahrendes Fahrzeug oder der Gegenverkehr sein. Genauso kann der weitere Verlauf der Straße durch Leitplanken, Bäume, Zäune und andere Hilfsmittel erkannt werden.

Bei Gegenverkehr

kommt es immer wieder vor, dass Fahrzeuge aus der Kolonne ausbrechen, überholen oder rechts abbiegen. Durch Verringerung der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Motorrad und dem entgegen kommenden Fahrzeug läßt sich die Zeitspanne bis zum möglichen Zusammentreffen verlängern. So manche Kollision kann dadurch verhindert werden.

Am Straßenrand

können sich immer Personen und Kinder befinden die spazieren gehen, Rad fahren, spielen, etc. Hier sollte man erhöhte Vorsicht walten lassen, einen größeren Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand einhalten und bremsbereit fahren. Es besteht die Möglichkeit, das Personen und Kinder auf die Fahrbahn gelangen.

Bei Kreuzungen

hatte sicher schon jeder Bedenken, ob der Querverkehr noch rechtzeitig zum Stehen kommt. Andere Probleme können sich ergeben, wenn vorfahrende Fahrzeuge unangekündigt nach rechts abbiegen oder abrupt in eine Querstraße einbiegen. (Es gibt immer wieder Autofahrer, die zuerst die Bremse betätigen und erst dann den Blinker) Weitblick und rechtzeitiges Reagieren machen auch aus einer solchen Situation keine Schwierigkeit.

Entsprechend Wetter und Jahreszeit

sollte man sich vor der Abfahrt noch einige Gedanken über mögliche Gefahren machen: Im Frühjahr und Herbst sind die Straßen teilweise feucht oder naß. Geringe Sonneneinwirkung lassen diese nicht richtig auftrocknen. Herabfallendes Obst und Laub sowie Verschmutzung beeinträchtigen die Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn. Vorsicht beim Durchfahren von Kurven, Wald und Alleen von Obstbäumen.

Vor einer Regenfahrt

sind einige Überlegungen und unterwegs vorausschauendes Fahren sehr hilfreich: Nasse Bodenmarkierungen sind ebenso rutschig wie Teerstreifen und sollten tunlichst vermieden werden. Es gibt unterschiedliche Straßenbeläge die bei Nässe mehr oder weniger Rutschen.

Bei Dämmerung und in der Nacht

darf der Wildwechsel nicht außer Acht gelassen werden. Personen, Fahrzeuge und andere Hindernisse sind später zu sehen. Jetzt muss man generell erhöhte Vorsicht walten lassen.

Bei jeder Ausfahrt

lässt sich der richtige Blick zum Ausweichen von Hindernissen trainieren. Zum Beispiel versucht man zur Übung Kanaldeckeln auszuweichen. Aber Vorsicht dabei auf die anderen Verkehrsteilnehmer!

(zB. der ÖAMTC bietet Kurse für Motorradfahrer an, in denen genau solche Situationen trainiert werden.)




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